Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen klagen zunehmend unter interner Regulierung und einer Zunahme von Zeit, die sie in Meetings verbringen müssen. Das ist nicht nur auf vermehrte gesetzliche Vorschriften zurückzuführen. Auch die Angst vieler, Verantwortung für eventuell entstehende Schäden übernehmen zu müssen, steht dafür Pate. Diesem Verhalten liegt zum einen die Fehlerkultur in Organisationen zugrunde, die immer einen Schuldigen sucht, statt zukunftsorientiert daraus zu lernen, zum anderen ein Mangel an Selbstverantwortung bei den Betroffenen. Die Flut, der in cc gesetzten E-Mails ist nur ein Indiz dafür. Der Mut und die Bereitschaft Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, schwindet. Man will sich nach allen Seiten absichern. Das Sicherheitsbedürfnis in unserer „Risikogesellschaft“, wie sie vom Soziologen Ulrich Beck bezeichnet wurde, ist gewachsen und die Eigenverantwortlichkeit nimmt ab. Für ein gelingendes Zusammenleben unserer demokratischen Welt sind selbstverantwortliche Bürger unerlässlich. Wie können wir die Selbstverantwortung als eine Bürgertugend für unsere Zeit stärken?

Gedanken zur Kritik an der Achtsamkeitswelle

Achtsamkeit ist in aller Munde und mittlerweile ein wenig überstrapaziert, wie das mit Zeitgeistphänomenen so ist. Irgendwann poppt ein Begriff auf, alle reden davon – jeder versteht etwas anderes darunter – und irgendwann ist es vorbei und der nächste Hype rückt schlagartig an.

Seit einigen Jahren jedenfalls passt „Achtsamkeit“ offenbar zum Zeitgeist und ist rundum Thema, im alltäglichen Leben, in der Wirtschaft, in der Wissenschaft. Auch bei uns. Denn, wo Burn-out und psychische Erkrankungen immer häufiger diagnostiziert werden, der Arbeitsdruck steigt, die digitale Informationsflut wächst und ständiges Multitasking gefragt sind wie nie, hilft gutes geistiges Selbstmanagement bei der Stressbewältigung. Achtsamkeit als Meditationsübung kann helfen, die Ruhe zu bewahren, Emotionen zu regulieren, zu lernen, mit negativen Gefühlen umzugehen, den Alltag zu meistern und das Leben zu bejahen.

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Interview mit Nikolaus Birkl im Münchner Merkur vom 20.02.2019

„Ich bin der Meinung, dass wir auf der Welt sind, um glücklich zu sein. Da stimme ich auch mit dem Zen-Buddhismus überein, dessen Meditationspraktiken ich seit vielen Jahren ausübe. Weiterhin heißt Leben auch Veränderung. Und zu guter Letzt möchte ich ein Bonmot von Stephen Covey zitieren: „Das Dringliche ist selten wesentlich, das Wesentliche ist selten dringlich.“ Über diesen Satz lohnt es sich, intensiv nachzudenken.“

Lesen Sie hier mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkur das gesamte Interview.

2009 wurde von der UNO der 20. Februar als Welttag der Sozialen Gerechtigkeit ausgerufen. Fortan soll dieser Tag nochmal insbesondere an das gesellschaftliche Leitbild der sozialen Gerechtigkeit erinnern. Der Sozialstaatgedanke wurde in der Bundesrepublik Deutschland bereits im Grundgesetz verankert. Artikel 20 Absatz 1:„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Jedem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an materiellen, geistigen, kulturellen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden, so dass er ein Leben in Würde und Selbstbestimmung führen kann.

Letztes Jahr zeigte eine Umfrage, dass 70 Prozent der Deutschen finden, dass es ungerecht zugeht im Land. Allerdings gehen die Vorstellungen darüber, was soziale Gerechtigkeit ist oder was als ungerecht wahrgenommen wird, weit auseinander. Die einen meinen, dass die Geflüchteten mehr Zuwendungen des Sozialstaates bekommen als bedürftige Bürger, andere sprechen über Generationenungerechtigkeit oder überzogene Manager-Bonusse in Wirtschaft und Industrie. Für ein friedvolles Zusammenleben in der Gesellschaft ist es aber unerlässlich, dass die Menschen das Sozialgefüge als gerecht wahrnehmen. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Politik dafür zu sorgen, dass die Menschen allen Grund für eine positive Betrachtung der sozialen Verhältnisse im Lande haben, meinen wir. Natürlich kann auch jeder Einzelne an seinem Platz zum sozialen Zusammenhalt beitragen.

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Sehnen Sie sich nach ein paar Tagen des Innehaltens? Es gibt noch freie Plätze in unserem Seminar vom 8. bis zum 12. Mai 2019 in Schloss Rechtenthal in Südtirol. Der nächste Termin ist dann vom 4. bis 8. September 2019.

Bei den Tagen des Innehaltens geht es um das Wiederentdecken und Sammeln der inneren Kräfte und Ressourcen, welche durch unseren Alltag und Stress oft so überdeckt sind, dass wir “nur noch funktionieren”. Durch Innehalten, Spüren und Wahrnehmen wird die Kraft des jeweiligen Augenblicks erschlossen und es werden Ressourcen freigesetzt, die uns die beruflichen Herausforderungen aus einer inneren Perspektive betrachten lassen.

Die Referenten Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl spannen den weiten Bogen von Meditation und Spiritualität über ein benediktinisches Führungsverständnis bis zu systemischem Denken und Führen. Die Teilnehmer erleben Wissensvermittlung, Einübung, Reflexion und regelmäßige Zeiten der Meditation und Stille. Meditationserfahrung ist keine Voraussetzung; das Seminar enthält eine Einführung. Wanderungen sowie Frei- bzw. Feierzeiten dienen der Integration und Entspannung.

Lesen Sie hier den persönlichen Erfahrungsbericht von Gina Ahrend.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier