Ein Erfahrungsbericht von Philipp Hauner, Journalist

„Retreat für Führungskräfte“ – die Unterzeile zu den „Tagen des Innehaltens“ stimmt mich nachdenklich: Ist das was für mich? Passe ich in dieses Setting? Oder werde ich mich eher in die Rolle des distanzierten, neutralen Beobachters begeben? Ich bin schließlich keine Führungskraft, sondern Journalist. Und in dieser Funktion wurde ich auch von Nikolaus Birkl zum Retreat eingeladen.

Nikolaus und ich wir hatten uns kennengelernt, als ich ihn für ein Porträt im Münchner Merkur interviewte – und waren uns auf Anhieb sympathisch. Jetzt soll ich die Tage des Innehaltens begleiten und später redaktionell aufbereiten. Sicher, ich habe im Soziologie-Studium schon mal von der Systemtheorie gehört und bin auch schon mit Zen-Meditation in Berührung gekommen. Beide werden wichtige Elemente des Gesamtprogramms der Tage des Innehaltens sein. Aber die Frage bleibt: Werde ich mich unter all den Managern wie ein Fremdkörper fühlen?

Szenenwechsel: Ich sitze mit Nikolaus und Gina Ahrend in einer Raststätte am Brenner, wir bestellen. Kaffee und Tee, während draußen Nikolaus’ Tesla am Supercharger Strom tankt. Noch zirka 20 Minuten – dann geht es weiter Richtung Südtirol. Die neue Form der Mobilität – zwingt sie uns, wenn auch natürlich ungewollt, zum langsamer werden? In Zeiten der Effizienzsteigerung und Beschleunigung wirkt zumindest der E-Ladevorgang wie ein Anachronismus. Von vielen belächelt oder kritisiert, passt er doch irgendwie wunderbar zu einem Seminar des Innehaltens, denke ich. Wenngleich ich zugeben muss, dass ich es beeindruckend finde, wie schnell das E-Auto von 0 auf 100 kommt – da fühlt man sich fast wie in einem Flieger auf der Startbahn…

Die Autogespräche kreisen dann um die spanische Esskultur, Umweltschutz, das Wiener Wohnmodell – und ehe man sich’s versieht, durchfahren wir schon den sonnengelben Torbogen von Schloss Rechtenthal und biegen in den Innenhof ein. „Der Zielort wurde erreicht“ – Tramin in Südtirol. Wir beziehen unsere Zimmer und treffen uns mit Anselm Bilgri im fensterlosen Souterrain, das mit seinem weißen Gewölbe an die stille Atmosphäre einer Kapelle erinnert. Hier unten werden wir die nächsten Tage gemeinsam meditieren, jetzt richten wir die quadratischen Sitzmatten für alle Teilnehmer aus. Und ich falte mir eine Decke auf meiner Matte so hoch zusammen, dass ich im Kniesitz darauf Platz nehmen kann – meine bewährte Haltung während der Meditation.

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….und Martin Kiem erklärt, was es mit dem „Waldbaden“ auf sich hat!

Waldbaden ist ein Trendthema. Wissenschaftliche Studien belegen, dass intensives Walderleben Stress reduziert, den Blutdruck senkt und insgesamt zu Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt. Aber wie geht das und reicht nicht einfaches Spazierengehen? Was bedeutet Waldbaden überhaupt? Der Psychologe, Natur- und Waldtherapeut Martin Kiem ist mit Schmidt Max in den Wald gegangen und hat ihm das Waldbaden nahegebracht. Kürzlich konnten die Teilnehmer unseres Führungskräfte-Seminars „Tage des Innehaltens“ sich auch bereits unter Anleitung von Martin Kiem von den Kräften des Waldes überzeugen.

Inspirierend!

Und hier der Link zur Sendung „freizeit“ am 09.06.2019 im Bayerischen Fernsehen.

Keynote Anselm Bilgri
Finde das rechte Maß.
Benediktinische Ordensregeln für Führungskräfte heute

Der 4. Kongress christlicher Führungskräfte in Stift Göttweig (Niederösterreich) widmete sich vom 2. bis 4. Mai dem Thema „Das rechte Maß finden. Führen und Wirtschaften in Spannungsfeldern“. Am Donnerstag, dem 2. Mai, wurde der Kongress mit offiziellen Ansprachen feierlich eröffnet, gefolgt von einem Eröffnungsvortrag von Julian Nida-Rümelin. Bis einschließlich Samstag folgten weitere Keynotes und Impulse bekannter Speaker und Professoren sowie Workshops. So sprach u. a. am 3. Mai Anselm Bilgri über „Finde das rechte Maß. Benediktinische Ordensregeln für Führungskräfte heute“.

Das Forum christlicher Führungskräfte versteht sich als Vereinigung von Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften, die sich in ihren beruflichen Tätigkeiten und in ihrem Leben an den Werten des christlichen Glaubens ausrichten.

Das Video zum Vortrag finden Sie auf youtube hier.

Mehr über den Kongress und das Forum finden Sie unter: Link

von Gina Ahrend

Gibt es einen Sinn des Lebens? Oder ist das Leben schlicht ein Zufallsprodukt? Und wenn es ihn gibt, was ist dann der Sinn des Lebens? Religionen, Philosophie und auch politische Ideologien suchen seit Jahrhunderten nach Antworten. Diese fallen, je nach Standpunkt, unterschiedlich aus. Die einen glauben an einen Gott oder eine höhere Ordnung, nach dem oder der sich das Leben ausrichtet, die anderen sehen das Leben als Selbstzweck und glauben an die pure Lebensfreude.

Tja, das ist ja eine der zentralen Fragen der Philosophie, oder überhaupt die zentrale Frage an das Leben, ob es einen Sinn für uns bereithält. Ich habe mir die Frage, seit ich in Japan war, nicht mehr gestellt. Irgendwann ist sie mir abhanden gekommen.

Und wenn ich mich frage, warum, dann geht es mir darum, das Leben zu leben, das Leben zu erfahren. Ich habe immer schon gerne Erkenntnisse gesammelt. Aber ob daran ein Sinn liegt? Das ist für mich persönlich eigentlich gar nicht wichtig.

Es gibt einen Satz, den ich dem Zen-Buddhismus entnommen habe, den man in der Teezeremonie findet und auch in der deutschen Alltagsweisheit: Es ist wie es ist. Sagt der Zen. Nehmen wir es so, wie es ist. Sagte etwas freier formuliert der berühmte Teemeister Rikyu. Et iss wie et iss. Sagt man z.B. in Köln.

An diesen Sätzen übe ich mich.

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Die Rekordbeteiligung von 1,75 Mio Wahlberechtigten am Volksbegehren Artenschutz Rettet die Bienen führt zu Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz. Das bedeutet eine deutliche Reduzierung von Pestiziden und den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft. Und mehr Blühwiesen! Wie wundervoll solche Wiesen anzuschauen sind und welche Fülle an Leben sie beherbergen, das zeigt anschaulich der Dokumentarfilm „Die Wiese – Ein Paradies nebenan“ des Regisseurs Jan Haft. Es tummeln sich die verschiedensten Arten von Vögeln, Insekten und anderen Tieren zwischen den Gräsern, Blumen und Kräutern. Eine faszinierende Welt, die dazu einlädt, mit allen Sinnen die Düfte und Farben, das Rascheln, Zirpen und Flattern wahrzunehmen, und den Zauber des Augenblicks zu genießen. Solch ein Zuhause für Tiere und Pflanzen können wir auch im Kleinen schaffen, indem wir keinen getrimmten Rasen pflegen oder in den Blumenkästen Zierpflanzen wie Geranien pflanzen, die den Bienen keinen Nektar oder Pollen bieten. Dagegen fühlen sich Bienen und Schmetterlinge von Margeriten, Sonnenblumen, Kapuzinerkresse, Glockenblume, Wandelröschen, Löwenmäulchen oder von duftendem Lavendel wie magisch angezogen. Bücher und Webseiten informieren näher!

Trailer „Die Wiese“ https://www.youtube.com/watch?v=NIrv9_srlEg