Wenn wir etwas als „wahr“ bezeichnen, meinen wir zumeist, dass es mit der „Wirklichkeit“ oder einem Sachverhalt übereinstimmt. Im Gegenteil sprechen wir von „falsch“ oder gar von Lüge. Dabei denken wir regelmäßig nicht darüber nach, was wir mit „Wirklichkeit“ eigentlich meinen.

Diese lange dominierende, auf Aristoteles zurückgehende und im Mittelalter von Thomas von Aquin beherrschend vertretene Korrespondenztheorie steht auch heute noch allenthalben im Vordergrund der Betrachtung: „Veritas est adaequatio intellectus et rei“ – Wahrheit ist die Übereinstimmung von erkennendem Verstand und Sache.

Die Philosophen und Lehrer aller Zeiten haben sich intensiv mit der Problematik der „Wahrheit“ befasst, neben Aristoteles und Thomas von Aquin weiterhin Immanuel Kant bis zu Schlegel, Hegel, Nietzsche, Marx, Wittgenstein, Habermas und die Konstruktivisten. Die Wikipedia-Seite über „Wahrheit“ ist sehr ausführlich und gut gestaltet, ich möchte Sie gerne dorthin verweisen, denn ich will ein paar Schlaglichter auf zwei sehr wesentliche in der Philosophie und Erkenntnistheorie vertretene Auffassungen werfen, nämlich auf den aristotelischen Dualismus und den systemischen Konstruktivismus, wobei ich – wie Sie merken werden – selbst ein überzeugter Anhänger der konstruktivistischen Weltsicht bin.

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Anselm Bilgri appelliert an Führungskräfte: Wer viel leisten soll, muss auch entspannen und durchatmen können. Gerade auch am Arbeitsplatz.

Ein Lieblingsbegriff von Managern ist „Prozesse“. Wenn etwas schief geht, müssen sie verbessert werden, und wenn alles einwandfrei läuft, dann sowieso. Kaum ein Unternehmen, ob gut oder schlecht geführt, verzichtet heute auf Exzellenzprogramme. Die produzieren Hunderte Folien und kosten Tausende Stunden Arbeitszeit – sei es direkt durch die vielen Meetings, sei es indirekt durch die Verunsicherung, die sie erzeugen. Denn jeder weiß, was meistens ihr Ziel ist: mehr Effizienz, weniger Kosten, mehr Druck. Dabei geht es auch anderes – und zwar meistens sogar viel besser.

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„Führen in Achtsamkeit“ ist eines der erfolgreichsten Formate der Akademie der Muße. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass eine Führungskraft Gespür für die Menschen hat, die sie führt. Ist es aber nicht. Anselm Bilgri erklärt, was Achtsamkeit im Führungsalltag ausmacht.

Der Begriff „Achtsamkeit“ (engl. mindfulness) ist seit einiger Zeit insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden. Ursprünglich  stammt Achtsamkeit als spirituelle Haltung vor allem aus der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis. Weiterlesen …

Fasten hat was Altmodisches, auch was Religiöses, ist aber hochaktuell und bei weitem nicht nur für gläubige Menschen. Abstinenz ist der notwendige Gegenpol zu Leistung, Anstrengung, zum Zuviel, das unseren privaten und beruflichen Alltag. Dieses Zuviel gibt es in vielen Bereichen, ein besonders prägender ist sicher die ständige Online-Anbindung. Viele Menschen können das heute gar nicht mehr: einfach nur sitzen und nichts tun, warten, schauen. Weiterlesen …

Der Harvard Business Manager widmet dem Modethema ein ganzes Heft – was davon zu halten ist, darüber hat Anselm Bilgri eine klare Meinung.

Ein Gespenst geht um in der Welt der Führungskräfte, wie alles Gute aus dieser Welt, kommt es aus Amerika. Es heißt mindfulness, zu Deutsch: Achtsamkeit. Dieser Begriff stammt aus dem Buddhismus und bezeichnet dort den achtsamen Umgang des „aufgewachten“ bzw. wie oft übersetzt wird „erleuchteten“ Menschen mit sich selbst, den Mitmenschen und seiner belebten und unbelebten Umwelt. Der amerikanische Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn hat vor einiger Zeit auf der Basis der aus dem Buddhismus kommenden Zen-Meditation eine Methode zur stress Bewältigung entwickelt, die MBSR, „mindfulness based stress reduction“, „Stress reduzieren durch Achtsamkeitsübungen“.  Diese Methode hat es infolge der burn-out-Welle der vergangenen Jahre sogar zu einer Bezuschussung durch das deutsche Krankenkassensystem gebracht. Weiterlesen …