Fehler machen

Von Dr. Nikolaus Birkl

Das war ein Fehler!

Das ist ein Satz, den ich hoffentlich nicht sage, wenn ich in einiger Zeit diesen Impuls lese. Aber was ist ein Fehler? Als Fehler wird ein Zustand oder auch ein Vorgang bezeichnet, der von dem abweicht, was zuvor als Erwartung, Erfordernis oder Annahme festgelegt ist. Ein Fehler ist die Nichterfüllung einer Anforderung. Diese Definition entstammt sinngemäß der DIN EN ISO 9000:2005 Qualitätsmanagement – Grundlagen und Begriffe.

Eine solche abstrakte Definition des Begriffs Fehler lässt zunächst nicht erahnen, welche emotionalen Zustände, Enttäuschungen, zwischenmenschlichen Dramen, aber auch kühlen Reaktionen und Folgehandlungen sich im tatsächlichen Leben an diesen Begriff andocken. Es kann sich dabei um zahllose Fehlerformen handeln, um technische Fehler, um menschliche Fehler, um erwartete Fehler, um unerwartete Fehler, um absichtliche Fehler und um unabsichtliche Fehler etc. etc.. Und plötzlich sind wir bei Schuld, Schuldzuweisungen, Reue und je nach weltanschaulicher Aufladung vielleicht auch bei Sünde. Weiterlesen …

Wenn wir etwas als „wahr“ bezeichnen, meinen wir zumeist, dass es mit der „Wirklichkeit“ oder einem Sachverhalt übereinstimmt. Im Gegenteil sprechen wir von „falsch“ oder gar von Lüge. Dabei denken wir regelmäßig nicht darüber nach, was wir mit „Wirklichkeit“ eigentlich meinen.

Diese lange dominierende, auf Aristoteles zurückgehende und im Mittelalter von Thomas von Aquin beherrschend vertretene Korrespondenztheorie steht auch heute noch allenthalben im Vordergrund der Betrachtung: „Veritas est adaequatio intellectus et rei“ – Wahrheit ist die Übereinstimmung von erkennendem Verstand und Sache.

Die Philosophen und Lehrer aller Zeiten haben sich intensiv mit der Problematik der „Wahrheit“ befasst, neben Aristoteles und Thomas von Aquin weiterhin Immanuel Kant bis zu Schlegel, Hegel, Nietzsche, Marx, Wittgenstein, Habermas und die Konstruktivisten. Die Wikipedia-Seite über „Wahrheit“ ist sehr ausführlich und gut gestaltet, ich möchte Sie gerne dorthin verweisen, denn ich will ein paar Schlaglichter auf zwei sehr wesentliche in der Philosophie und Erkenntnistheorie vertretene Auffassungen werfen, nämlich auf den aristotelischen Dualismus und den systemischen Konstruktivismus, wobei ich – wie Sie merken werden – selbst ein überzeugter Anhänger der konstruktivistischen Weltsicht bin.

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Anselm Bilgri appelliert an Führungskräfte: Wer viel leisten soll, muss auch entspannen und durchatmen können. Gerade auch am Arbeitsplatz.

Ein Lieblingsbegriff von Managern ist „Prozesse“. Wenn etwas schief geht, müssen sie verbessert werden, und wenn alles einwandfrei läuft, dann sowieso. Kaum ein Unternehmen, ob gut oder schlecht geführt, verzichtet heute auf Exzellenzprogramme. Die produzieren Hunderte Folien und kosten Tausende Stunden Arbeitszeit – sei es direkt durch die vielen Meetings, sei es indirekt durch die Verunsicherung, die sie erzeugen. Denn jeder weiß, was meistens ihr Ziel ist: mehr Effizienz, weniger Kosten, mehr Druck. Dabei geht es auch anderes – und zwar meistens sogar viel besser.

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„Führen in Achtsamkeit“ ist eines der erfolgreichsten Formate der Akademie der Muße. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass eine Führungskraft Gespür für die Menschen hat, die sie führt. Ist es aber nicht. Anselm Bilgri erklärt, was Achtsamkeit im Führungsalltag ausmacht.

Der Begriff „Achtsamkeit“ (engl. mindfulness) ist seit einiger Zeit insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden. Ursprünglich  stammt Achtsamkeit als spirituelle Haltung vor allem aus der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis. Weiterlesen …

Fasten hat was Altmodisches, auch was Religiöses, ist aber hochaktuell und bei weitem nicht nur für gläubige Menschen. Abstinenz ist der notwendige Gegenpol zu Leistung, Anstrengung, zum Zuviel, das unseren privaten und beruflichen Alltag. Dieses Zuviel gibt es in vielen Bereichen, ein besonders prägender ist sicher die ständige Online-Anbindung. Viele Menschen können das heute gar nicht mehr: einfach nur sitzen und nichts tun, warten, schauen. Weiterlesen …